
Prävention braucht starke Netzwerke
Warum gründen wir eine neue Landesarbeitsgemeinschaft, die sich gezielt der Prävention im Kindes- und Jugendalter widmet? Diese Frage wurde mir in den vergangenen Monaten häufig gestellt, die Antwort darauf ist vielschichtig, aber klar: Kinder- und Jugendgesundheit braucht mehr Prävention, mehr Zusammenarbeit und mehr Verbindlichkeit.
Prävention beginnt früh und wirkt nachhaltig
In meiner langjährigen berufspolitischen Arbeit als Kinder- und Jugendärztin steht neben der Interessenvertretung unseres Berufsstandes vor allem im Mittelpunkt: die Interessen der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien. Gesundheitsförderung, der Ausbau von Gesundheits- und Erziehungskompetenz, wirksamer Kinderschutz – auch im digitalen Raum – und eine konsequent patientenorientierte medizinische Versorgung sind zentrale Bausteine einer zukunftsfähigen Gesellschaft.
Gerade im Kindes- und Jugendalter sind präventive Ansätze besonders wirksam. Sie können Entwicklungschancen verbessern, Belastungen früh abfedern und langfristig gesundheitliche wie soziale Folgekosten reduzieren.
Kinder kommen in politischen Prozessen zu kurz
Leider erleben wir in der Praxis immer wieder, dass Kinder und Jugendliche in politischen Entscheidungsprozessen nicht ausreichend berücksichtigt werden. Häufig liegt der Fokus auf Behandlung statt auf Vorbeugung. Gute Ideen sind vorhanden, doch ihre Umsetzung scheitert nicht selten an strukturellen Hürden: Knappe Ressourcen, unklare Zuständigkeiten, bestehende Einzelprojekte oder behördliche Rahmenbedingungen.
Was fehlt, ist oft nicht der Wille – sondern eine starke, koordinierende Struktur, die Akteurinnen und Akteure zusammenführt und Verantwortung teilt.
Netzwerke sind der Schlüssel zum Erfolg
Aus meiner Erfahrung heraus sind funktionierende Netzwerke entscheidend, wenn Präventionsprojekte nachhaltig wirken sollen. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Mittel, sondern vor allem um die Bündelung von Engagement, Fachwissen, Erfahrung und Kontakten. Viele relevante Perspektiven bleiben bislang ungehört, obwohl sie wertvolle Beiträge leisten könnten.
Genau hier setzt die LPKJ e.V. – Landesarbeitsgemeinschaft Prävention im Kindes- und Jugendalter an.
LPKJ e.V.: Kräfte bündeln. Zukunft gestalten.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Prävention im Kindes- und Jugendalter (LPKJ e.V.) bringt die medizinische Selbstverwaltung (Kammern, Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen), Berufsverbände, Wissenschaft, Behörden sowie Verbände, Vereine, Stiftungen, Fachkräfte – und nicht zuletzt Kinder und Jugendliche selbst – an einen Tisch.
Durch diese enge Vernetzung sollen Präventionsprojekte initiiert und gefördert werden, die ansonsten nicht realisierbar wären. Unser Ansatz ist kooperativ, evidenzbasiert und lebensweltorientiert. Wir bauen bewusst auf die Kraft der Vielen.
Ein gemeinsames Ziel
Mit der LPKJ e.V. schaffen wir eine Plattform, die Prävention im Kindes- und Jugendalter strukturell stärkt, sichtbar macht und wirksam voranbringt – für Hamburg und darüber hinaus.
Prävention ist keine Einzelaufgabe. Sie ist eine gemeinsame Verantwortung.
Dr. med. Claudia Haupt
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
– Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen Hamburg und Inititatorin LPKJ e.V. –
Über die Autorin

Dr. med. Claudia Haupt
Sprecherin des Vorstands LJPK e.V. | Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. Hamburg
Prävention braucht starke Netzwerke
Warum gründen wir eine neue Landesarbeitsgemeinschaft, die sich gezielt der Prävention im Kindes- und Jugendalter widmet? Diese Frage wurde mir in den vergangenen Monaten häufig gestellt, die Antwort darauf ist vielschichtig, aber klar: Kinder- und Jugendgesundheit braucht mehr Prävention, mehr Zusammenarbeit und mehr Verbindlichkeit.
Prävention beginnt früh und wirkt nachhaltig
In meiner langjährigen berufspolitischen Arbeit als Kinder- und Jugendärztin steht neben der Interessenvertretung unseres Berufsstandes vor allem im Mittelpunkt: die Interessen der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien. Gesundheitsförderung, der Ausbau von Gesundheits- und Erziehungskompetenz, wirksamer Kinderschutz – auch im digitalen Raum – und eine konsequent patientenorientierte medizinische Versorgung sind zentrale Bausteine einer zukunftsfähigen Gesellschaft.
Gerade im Kindes- und Jugendalter sind präventive Ansätze besonders wirksam. Sie können Entwicklungschancen verbessern, Belastungen früh abfedern und langfristig gesundheitliche wie soziale Folgekosten reduzieren.
Kinder kommen in politischen Prozessen zu kurz
Leider erleben wir in der Praxis immer wieder, dass Kinder und Jugendliche in politischen Entscheidungsprozessen nicht ausreichend berücksichtigt werden. Häufig liegt der Fokus auf Behandlung statt auf Vorbeugung. Gute Ideen sind vorhanden, doch ihre Umsetzung scheitert nicht selten an strukturellen Hürden: Knappe Ressourcen, unklare Zuständigkeiten, bestehende Einzelprojekte oder behördliche Rahmenbedingungen.
Was fehlt, ist oft nicht der Wille – sondern eine starke, koordinierende Struktur, die Akteurinnen und Akteure zusammenführt und Verantwortung teilt.
Netzwerke sind der Schlüssel zum Erfolg
Aus meiner Erfahrung heraus sind funktionierende Netzwerke entscheidend, wenn Präventionsprojekte nachhaltig wirken sollen. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Mittel, sondern vor allem um die Bündelung von Engagement, Fachwissen, Erfahrung und Kontakten. Viele relevante Perspektiven bleiben bislang ungehört, obwohl sie wertvolle Beiträge leisten könnten.
Genau hier setzt die LPKJ e.V. – Landesarbeitsgemeinschaft Prävention im Kindes- und Jugendalter an.
LPKJ e.V.: Kräfte bündeln. Zukunft gestalten.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Prävention im Kindes- und Jugendalter (LPKJ e.V.) bringt die medizinische Selbstverwaltung (Kammern, Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen), Berufsverbände, Wissenschaft, Behörden sowie Verbände, Vereine, Stiftungen, Fachkräfte – und nicht zuletzt Kinder und Jugendliche selbst – an einen Tisch.
Durch diese enge Vernetzung sollen Präventionsprojekte initiiert und gefördert werden, die ansonsten nicht realisierbar wären. Unser Ansatz ist kooperativ, evidenzbasiert und lebensweltorientiert. Wir bauen bewusst auf die Kraft der Vielen.
Ein gemeinsames Ziel
Mit der LPKJ e.V. schaffen wir eine Plattform, die Prävention im Kindes- und Jugendalter strukturell stärkt, sichtbar macht und wirksam voranbringt – für Hamburg und darüber hinaus.
Prävention ist keine Einzelaufgabe. Sie ist eine gemeinsame Verantwortung.
Dr. med. Claudia Haupt
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
– Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen Hamburg und Inititatorin LPKJ e.V. –
Über die Autorin

Dr. med. Claudia Haupt
Sprecherin des Vorstands LJPK e.V. | Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. Hamburg

