Initiative zur frühen Erkennung eines Diabetes bei Kindern

Unser Anliegen

Typ-1-Diabetes ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen bei Kindern. Ziel der Initiative ist es, Ärztinnen und Ärzte, aber auch Eltern und Fachkräfte, die mit Kindern arbeiten, für die Symptome eines Diabetes sensibilisieren, damit betroffene Kinder möglichst rasch die notwendige Behandlung erhalten.

Die folgenden Symptome können in Kombination auf einen unerkannten Diabetes hinweisen:

  1. Ständiger Durst
  2. Häufiges Wasserlassen
  3. Gewichtsabnahme
  4. Stetige Müdigkeit

Warum ist das wichtig?

Risiko Ketoazidose

Aktuell weist jedes dritte bis vierte Kind, bei dem erstmals ein Diabetes mellitus Typ 1 diagnostiziert wird, bereits Symptome einer diabetischen Ketoazidose auf. Es handelt sich dabei um einen akuten medizinischen Notfall, der mit der Gefahr eines Kreislaufschocks, eines Komas oder Hirnödems einhergeht. Immer wieder kommt es auch zu schweren Verläufen. Zusätzlich ist eine Ketoazidose mit einer schlechteren Prognose assoziiert: einer kürzeren Remissionsphase, neurologischen Beeinträchtigungen und einer schlechteren Stoffwechsellage.

Häufigkeit

Der Typ-1-Diabetes ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen bei Kindern: Knapp 35.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind betroffen. Jährlich erkranken etwas mehr als 4.000 Kinder und Jugendliche neu; mit steigender Tendenz.

Aufklärung wirkt

 

Vorbild für unsere Initiative ist die erfolgreiche Stuttgarter Ketoazidose-Präventionskampagne (2015-2017). Durch Information der breiten Öffentlichkeit konnte die Häufigkeit der diabetischen Ketoazidose bei Diabetes-Erstmanifestation deutlich gesenkt werden. Die bundesweite Präventionskampagne der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische und adoleszente Endokrinologie und Diabetologie (DGPAED) ist Ende 2025 ausgelaufen. Weitere Informationen unter: https://dgpaed.de/diabetes-mellitus.html (siehe: DKA-Präventionskampagne)

Wer steht hinter der Initiative?

Kinderdiabetologinnen aus verschiedenen Hamburger Kinderkliniken haben gemeinsam mit der Hamburger Sozialbehörde und dem BVKJ-Landesverband Hamburg die Initiative initiiert.

Informationsmaterialien

Das Plakat und die Postkarte zur Initiative stehen auf der Webseite der Initiative als Download zur Verfügung:

> Download

Sie können zudem kostenlos bestellt werden unter:

> publikationen@soziales.hamburg.de

 

 

 

Gemeinsam für Kinder und Jugendliche – für Hamburgs Zukunft!

 

Ansprechpartnerin

Dr. med. Anja Dessauvagie

Referentin Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitsberatung
Freie und Hansestadt Hamburg
Sozialbehörde

Amt für Gesundheit

Hamburger Straße 47, 22083 Hamburg

Tel.: + 49 40 428 37-3746
E-Mail: anja.dessauvagie@soziales.hamburg.de
www.hamburg.de/sozialbehoerde