
Ein starkes Zeichen für Prävention: Einzigartig in dieser Geschlossenheit
Hamburg hat ein deutliches Zeichen gesetzt:
Mit der Gründung der Landesarbeitsgemeinschaft Prävention im Kindes- und Jugendalter e.V. (LPKJ e. V.) am 21. Januar 2026 ist eine neue, starke Plattform entstanden, die Prävention nicht nur fordert, sondern gemeinsam strukturell gestaltet.
Die Resonanz auf die Gründungssitzung im Ärztehaus der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg war beeindruckend. Vertreterinnen und Vertreter aus Fachverbänden, öffentlichem Gesundheitswesen, Institutionen, Stiftungen, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft kamen zusammen – getragen von einer gemeinsamen Überzeugung:
Kinder- und Jugendgesundheit braucht Prävention.
Und Prävention braucht Zusammenarbeit.
Geschlossenheit als Stärke – ein bundesweit besonderes Signal
In dieser Breite, fachlichen Vielfalt und Geschlossenheit ist die Gründung der LPKJ e.V. in Deutschland durchaus einzigartig. Über 45 Gründungsmitglieder aus unterschiedlichsten Disziplinen und Verantwortungsbereichen haben sich bewusst für einen gemeinsamen Weg entschieden – jenseits von Einzelinteressen, Zuständigkeitsgrenzen oder sektoralen Silos.
Diese Geschlossenheit macht die LPKJ e.V. stark. Sie zeigt: Prävention im Kindes- und Jugendalter ist kein Randthema, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe für Hamburg.
Vorstand der LPKJ: Verantwortliche mit Expertise
Die Mitgliederversammlung wählte den neuen fünfköpfigen Vorstand einstimmig und ohne Gegenstimme:
- Dr. med. Claudia Haupt, Vorstandssprecherin
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen Hamburg - Dr. med. Birgit Wulff, stellvertretende Sprecherin
Vizepräsidentin der Ärztekammer Hamburg - Dr. med. Sebastian Eipper, stellvertretender Sprecher
Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hamburg - John Afful, Finanzvorstand
Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg - Dr. dent. Stephanie Wodianka, Vorstandsmitglied
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie, BDK Hamburg
Gemeinsam stehen sie für medizinische Expertise, berufspolitische Erfahrung und eine klare präventive Haltung. Unterstützt wird der Vorstand künftig durch einen erweiterten Vorstand, der die fachliche Vielfalt der LPKJ widerspiegelt und die Projektarbeit themenspezifisch begleitet.
„Prävention ist kein Nice-to-have“
Initiatorin und Vorstandssprecherin Dr. med. Claudia Haupt brachte die Bedeutung des Tages auf den Punkt:
„Die Gründung ist ein großer Erfolg für die Kinder und Jugendlichen – und damit für Hamburgs Zukunft. Ich bin begeistert, wie viele unterschiedliche Interessen, Perspektiven und Verantwortliche hier zusammenkommen, getragen von einer gemeinsamen Überzeugung: Prävention ist kein Nice-to-have, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe.“
Diese Haltung prägt die Arbeit der LPKJ e. V. von Beginn an.
Erste Projekte stoßen auf große Zustimmung
Bereits bei der Gründung wurden erste Projektideen vorgestellt, die auf großes Interesse und breite Zustimmung stießen. In künftig arbeitenden Lenkungsgruppen sollen unter anderem Präventionsansätze zu folgenden Themen weiterentwickelt werden:
- Bildschirmfrei unter Drei in den Kitas
- Kita-Siegel für Hamburgs Kitas
- Myofunktion – Prävention in den Kitas
- Gemeinsame Empfehlung für Prävention in Sportvereinen
- Kinderschutz und Transparenz im Lebensmittelbereich
- Adipositas-Prävention
- Myopie-Prävention – Aufklärungskampagne
- Zahnrettungsboxen in allen Hamburger Schulen
- Werbeverbote für Alkohol, Zigaretten, Vapes, Energydrinks
- ERST SMART, DANN PHONE. Der Elternpakt I Für Grundschulen
- Ab Klasse 5: Smartphonefreie Klassengemeinschaft in Schule & Freizeit
- Primäre Verhältnisprävention nach der Planet Youth-Methodik
- Website – Auflistung (anonymer) Hilfsangeboten für Notsituationen 24/7
Ziel ist es, bewährte nationale und internationale Konzepte strukturiert in Hamburg zu nutzen, weiterzuentwickeln und nachhaltig zu verankern. Genauso gilt es neue, innovative Ansätze gemeinsam zu initiieren.
LPKJ e.V. i.G.: Eine Plattform für nachhaltige Präventionsarbeit
Die LPKJ e. V. versteht sich als koordinierende Plattform, Vernetzungsinstanz und Impulsgeber. Sie bringt Akteurinnen und Akteure aus Medizin, Wissenschaft, Politik, Bildung, Stiftungen und Verbänden zusammen und bezieht Kinder, Jugendliche und Eltern ausdrücklich mit ein.
Denn wirksame Prävention entsteht dort, wo Lebenswelten verstanden, Verantwortung geteilt und Maßnahmen gemeinsam getragen werden.
Ein starkes Signal für Hamburg
Die Gründung der LPKJ e. V. ist mehr als ein formaler Akt. Sie ist ein starkes gesellschaftliches Signal: Hamburg nimmt die Zukunft seiner Kinder und Jugendlichen ernst. Mit stärkstem Fundament: Gemeinsam, fachlich fundiert und mit langfristiger Perspektive.
Kräfte bündeln. Hamburgs Zukunft stärken.
Weitere Informationen zur Arbeit der LPKJ e.V., zu Projekten und Mitwirkungsmöglichkeiten sind zu finden unter: www.lpkj.de.
Über die Autoren

Dr. Florian Fluess, Dr. Claudia Haupt, Dr. Stephanie Wodianka
Initiatoren der LPKJ e.V. i.G.



